Test des B-Band Ukko Mikrofonsystems

in , in Auftritte

Unser Test des Pickup Drum Mic Systems viel zumindest bei der Bassdrum zunächst kurz aus. Das Prinzip entspricht dem eines Piezotonabnehmers bei Gitarren. In das Innere der Kessel wird ein Band (Transducer) geklebt. Das Kabel wird durch das Luftausgleichsloch geführt und an einen „Vorverstärker“ angeschlossen. Das Klebeband ist eigentlich immer gleich. Unterschiedlich sind bei den Ausführungen die sogenannten Vorverstärker.  Hier werden einfach nur verschiedene Frequenzen angehoben oder abgesenkt.

 

Schade, wir können unseren Kopf nicht in eine Trommel stecken. Man kann sich aber vorstellen, was das bedeutet und mit welchen Schwierigkeiten dann zu kämpfen ist. Einfach ist anders und dabei hatten wir es uns doch einfach gedacht. Die Übersprechung ist extrem gering und der Klang hat uns (zunächst) enttäuscht. Ganz ehrlich, mit einem Audix D6 ist man in 99% aller Fälle am Ziel seiner Wünsche angelangt (auf dem Bild ist natürlich ein Shure Beta zu sehen) und so ein Mikrofon kann man mit einer Halterung doch ohne große Probleme in der Bassdrum befestigen. Der ganze umständliche Piezzoeinbau mit dünnem Kabel und Plastikgehäuse? Nein, für die Bassdrum machte das keinen wirklichen Sinnn man das doch einbauen. Einen wirklichen Gewinn konnten wir auch nicht bei der Snare oder den Toms feststellen. (Zunächst, gleich mehr dazu)

Die Ansprache ist extrem sensibel. Selbst eine Fellberührung ist zu hören. Snare ist extrem schwer einzustellen. Man muß schon sehr in den EQ eingreifen.

Wenn wir noch bedenken, dass uns die Verarbeitung nicht wirklich roadtauglich erscheint, fällt das Fazit eher nüchtern aus.

NEIN, das war nichts …. zumindest als alleinige Tonabnahme

Sinn macht es jedoch als Ergänzung. Normale Mikrofonierung mit Shure oder Audix und dazu noch die B-Band von Ukko einbauen. Das war dann doch eine wesentliche Bereicherung. Es musste auch nicht viel experimentiert werden.

 

Das B-Band von Ukko macht das, was das zweite Mikrofon (von unten positioniert) macht, nur … viel besser an der Snare. Die Toms sind uns zu „dünn“ und als Ergänzung war es für unseren Geschmack hier nicht lohnenswert. Also, es bleibt wie es ist. Audix, Shure und Beyerdynamic Mikrofone für die Abnahme unseres Akustiksets.

Gekauft haben wir dann das Ukko B-Band für die Snare. Wir haben bei der Bassdrum lange überlegt und vielleicht hätten wir mehr testen sollen. Die Snare war ein deutlicher Zugewinn. Von oben mit Shure SM57 oder dem Beyerdynamic TG 57 und in der Snare der Piezzo Tonabnehmer eingebaut.

Der Einbau des Ukko B-Band in die Snare

Die Anleitung ist leider nicht ganz vollständig. Auch die Bilder zeigen nicht den vollständigen Einbau. Da musste ich schon ein wenig überlegen, wie das mit den Schrauben gedacht ist. Die angedachte Halterung ist uns zu groß gewesen und wer den Bohrer nicht scheut, kann den Mikrofon-Vorverstärker des UKKO-Systems auch direkt an die Snare anbringen. Hier einige Fotos vom Einbau:

Test Fazit

Das Ukko B-Band ist schon einzigartig. So richtig Massiv ist das alles nicht, funktioniert aber. Berücksichtigen muss man natürlich auch den Preis und daher wäre jetzt ein Metallgehäuse sicherlich eine ganz andere Preisklasse. Kick = Vielleicht  // Toms = Nein // Snare = JA !!

Als Ergänzung zu den normalen Mikrofonen TOP! Weniger Übersprechung haben wir bei der Snare nun auch, da ja ein Mikrofon eingebaut ist.